Das Keltische Horoskop: Die Astrologie der Bäume

Über den genauen Ursprung und die Entstehung der keltischen Astrologie wie auch des keltischen Baumhoroskops ist nur sehr wenig bekannt. Dies liegt daran, dass die Kelten ein äußerst geheimnisvolles Volk waren und der Nachwelt nur ganz wenige Aufzeichnungen hinterlassen haben. Zunächst waren für die Kelten das Runenorakel und die Druiden entscheidend, wenn es darum ging, etwas über die Zukunft zu erfahren. Nach und nach wurde dann das Baumhoroskop entwickelt, da die Natur und in erster Linie die Bäume für die Kelten eine enorm wichtige Rolle spielten und in ihrer Wahrnehmung jeder Baum für bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten stand.

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Die keltischen Sternzeichen

Erfindung im Zuge des Neuheidentums


Die keltische Astrologie und vor allem das darauf beruhende keltische Baumhoroskop gilt als eine Erfindung des Neuheidentums. Damals wurde aus den ursprünglich bekannten keltischen Pflanzen-Mythen ein spekulatives Horoskop abgeleitet. Die Kelten waren ein Volk, das sehr viele Geheimnisse hatte und nur wenige davon preisgab. Aus diesem Grund sind auch die genauen Ursprünge der keltischen Astrologie fast gänzlich unbekannt, denn es existieren darüber so gut wie keine verwertbaren Aufzeichnungen. Überliefert ist, dass die Kelten den Himmel beobachteten und aus den Bewegungen der Sterne, des Mondes und der Sonne ihre Erkenntnisse zogen. In erster Linie aber war für die Kelten die Natur wichtig und dieser widmeten sie ihre ganze Aufmerksamkeit. Die immer wiederkehrenden Ereignisse der Natur wie die vier verschiedenen Jahreszeiten oder den zu- oder abnehmenden Mond erkannten sie an Veränderungen, die sich in der Natur zeigten. Ganz besonders im Fokus standen hierbei die Bäume und genau diese Bäume sind die wichtigste Grundlage in der keltischen Astrologie.

Bäume als Grundlage für das keltische Horoskop


Bäume haben bei den Kelten schon immer eine sehr wichtige Rolle gespielt, da sich von den Bäumen beispielsweise die jeweils aktuelle Jahreszeit ablesen lässt. Daraus entwickelten sie mit der Zeit ein System, mit dem sich gewisse Ereignisse voraussagen ließen. Auf dieser Grundlage entstand wiederum das keltische Baumhoroskop. Die keltische Astrologie hat viele Systeme, aber überliefert ist auch hierzu leider nicht viel. Die Basis für das keltische Baumhoroskop ist der keltische Kalender und das Ogmah. Das Ogmah ist das keltische Alphabet mit seinen ursprünglichen zwanzig Buchstaben. Jedem dieser Buchstaben ist wiederum ein besonderer Baum zugeordnet. Wie man es auch aus der westlichen Astrologie von den Sternzeichen kennt, so werden auch in der keltischen Astrologie einem Baum bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten zugeschrieben. Anders als bei der bekannteren klassischen Astrologie werden bei den Kelten jedoch 20 Grundcharaktere unterschieden, die diesen Bäumen zugeordnet sind. Die Besonderheit dabei ist auch, dass ein keltisches Jahr in zwei Hälften eingeteilt wird und dass jeder dieser beiden Jahreshälften zwanzig Bäume zugewiesen werden.

Das keltische Horoskop ist knapp und einfach


Der wichtigste Baum für die Kelten war die Eiche. Sie symbolisierte Macht und Stärke und dem keltischen Aberglauben nach wohnten in den Eichen sogar die Götter. Aus dem Wort „Eiche“ wurde dann auch der Begriff „Druide“ abgeleitet, was übersetzt so viel wie „Eichen-Kundiger“ bedeutet. Das keltische Baumhoroskop ist ein recht einfaches und knapp gehaltenes Horoskop. Jedem der Bäume wird ein bestimmter Zeitraum zugeordnet, der teilweise auch nur einen Tag umfasst. Wer also innerhalb eines solchen festgelegten Zeitraums geboren wird, dem werden zwangsläufig die Eigenschaften des damit verbundenen Baumes zugeschrieben. Das keltische Baumhoroskop ist auf der Basis der keltischen Tradition und des keltischen Glaubens entstanden und wurde dann mit den neueren Aspekten der Astrologie angereichert. Ursprünglich besaßen die Kelten nämlich gar kein Horoskop, sondern sie befragten das Runenorakel oder den Druiden, wenn es um Zukunftsfragen ging.